Öffnungszeiten:
Der Friedhof ist immer während der Turmöffnungszeiten von März bis Oktober frei zugänglich und bei Veranstaltungen.
März-Oktober
Mittwoch bis Sonntag
12:00 bis 18:00 Uhr
Der Eintritt ist frei!
Adresse:
Am Ölberg 1
93047 Regensburg
Kurze Geschichte des Gesandtenfriedhofs
Geschichte des Gesandtenfriedhofs
1631 Einweihung der Dreieinigkeitkskirche
1633 Erstbelegung für einen "vornehmen schwedischen Offizier"
1634 Rat der Stadt lehnt die Aufstellung von Epitaphien in und an der Kirche ab
1653 Nach einem mehrjährigen Begräbnisverbot werden nun regelmäßig Mitglieder von Reichstagsgesandtschaften oder protestantische Exulanten aus Österreich beigesetzt und große Prunkepitaphien aufgestellt
1735 Pflasterung des Friedhofs
1805 Letztes Begräbnis auf dem Friedhof für die Ehefrau des preußischen Gesandten Schwarzenau
1835 Abbau der Brunnenanlage
Seit 2023: Umfassende Sanierung des Gesandtenfriedhofs
Der Gesandtenfriedhof ein Denkmal von europäischem Rang
Ein Denkmal von europäischem Rang rahmt die Dreieinigkeitskirche auf der Süd- und Ostseite ein. Der sog. „Gesandtenfriedhof“ ist die letzte Ruhestätte für die evangelischen Gesandten (Botschafter, Abgeordnete) der deutschen Reichsterritorien am Reichstag. Diese Versammlung fand in den Jahren 1640, 1654 und 1663 in Regensburg statt – und endete nicht mehr! Als „Immerwährender Reichstag“ tagten die Diplomaten bis 1806 permanent in Regensburg und verhandelten über die Geschicke des alten deutschen Reiches.
24 meterhohe Wanddenkmäler (Epitaphien) und 32 Grabplatten sind noch erhalten und erzählen von den politischen Höhenflügen und privaten Schicksalsschlägen europäischer Diplomaten und ihrer Familien 1633 bis 1805. Dabei sollten Macht und Reichtum im Leben auch nach dem Tod deutlich sichtbar bleiben: Wahre Prunkgrabmäler wurden errichtet, geschmückt mit lebensgroßen Standfiguren im Harnisch, Büsten mit wallenden Perücken und mit unzähligen Totenköpfen und Engeln.
Die Sanierung
Die Gesamtsanierung von 2023 bis 2027 kostet rund 2,6 Millionen Euro, großzügig gefördert von Bund und Freistaat Bayern als „National wertvolles Kulturdenkmal“. Dennoch muss die Ev. Kirchengemeinde Neupfarr- und Dreieinigkeitskirche mit nur 4500 Mitgliedern 10 Prozent aus Eigenmitteln erbringen. Das geht nur mit der Hilfe und Spendenbereitschaft aller Regensburgerinnen und Regensburger!
Alle Infos finden und die Möglichkeit zu spenden finden Sie auf unter gesandtenfriedhof.de
Gruppenführungen über Friedhof und Kirche
Bei Interesse bietet das Pfarramt auch Führungen über den Gesandtenfriedhof oder der Dreieinigkeitskirche an. Wenden Sie sich dazu bitte an das Pfarramt.
