Neupfarrkirche

Öffnungszeiten:

Die Neupfarrkirche ist zu folgenden Öffnungszeiten täglich geöffnet:

Oktober bis März: 10.00 - 17.00 Uhr

April bis September: 10.00 - 18.00 Uhr

Adresse und Kontakt:

Neupfarrkirche
Neupfarrplatz 1
93047 Regensburg

E-Mail: pfarramt.neupfarrdreieinigkeit@elkb.de
 


 

Woher kommt der Name "Neupfarrkirche"?

Eine "neue Pfarre"  heißt seit der Antike, dass an dieser Stelle etwas Altes verschwunden ist, um der "neuen Pfarre" Platz zu machen.

Was stand zuvor am Platz der Neupfarrkirche?
Das Gebiet am Neupfarrplatz und darum herum war das Geschäfts-und Wohnviertel des jüdischen Gemeinde zu Regensburg mit seiner Synagoge. An das Viertel erinnert heute noch das Document Neupfarrplatz, sowie das weiße Betondenkmal von Dani Karavan vor der Neupfarrkirche. Im Früh- und Hochmittelalter war durch das Viertel eine Atmosphäre der Toleranz in Regensburg spürbar und erlebar. 1519 wurden die Juden aus Regensburg vertrieben und auch das jüdische Viertel zerstört.

Viele Jahrzehnte später wurde schiließlich die Neupfarrkirche darauf erbaut.

Geschichte der Neupfarrkirche

Ein Ort der Begegnung und des Austauschs

Die Neupfarrkirche steht an einer Stelle, die von alters her der Spiritualität – einem Grundbedürfnis der Menschen – dient. Das Areal um das ehemalige Westtor des römischen Legionslagers ist wohl schon seit spätrömisch-frühgermanischer Zeit von Juden besiedelt. Sie unterhalten vor Ort eine Synagoge und Talmudschule, die im Hochmittelalter bedeutenden Rang erreicht.

Im Jahr 1519 beschließt die reichsfreie Stadt Regensburg angesichts ihrer desolaten wirtschaftlichen Lage die Vertreibung der Juden. Der Rat der Stadt folgt dem im mittelalterlichen Europa üblichen Muster: Abbruch der Synagoge und Ersatz dieser durch eine Marienkirche. Es entsteht für kurze Zeit eine übersteigerte Wallfahrt an diese Stätte. Die Baupläne der Wallfahrtskirche sind entsprechend ambitioniert, werden aber nur zum Teil ausgeführt. In dieser Zeit des Umbruchs, kurz nach dem Thesenanschlag von 1517 und dem Zeitalter des Humanismus und der Reformation, wendet sich die Mehrheit der Regensburger Bürgerschaft dem evangelischen Glauben zu. So werden Stadt und Baustelle 1542 evangelisch-lutherisch. 

Die Neupfarrkirche als Mutterkirche der Reformation an der Donau

Die reformatorische Bewegung strahlt von da an bis zum Dreißigjährigen Krieg von der Neupfarrkirche nach Südosteuropa aus. Somit kann sie als die Mutterkirche der Reformation entlang der Donau und ihren Nebenflüssen bezeichnet werden.

Durch die Glaubenskriege und spätere Verfolgungen im Zuge der Gegenreformation wird das evangelische Regensburg mit seiner Neupfarrkirche ab dem 17. Jahrhundert zum Zufluchtsort v.a. von Flüchtlingen aus Südosteuropa. 

Ab dem 2. Weltkrieg bis heute

Auch in jüngerer Vergangenheit gibt die Gemeinde Zuwanderern ein Zuhause. Der Sprengel Kreuzkirche im Stadtosten ist aus der Barackenkirche eines Flüchtlingslagers der Nachkriegszeit entstanden. Bis vor wenigen Jahren gab es in dem Viertel ein Auffanglager für Spätaussiedler u.a. aus Russland und Kasachstan.

Die Neupfarrkirche bezeugt wie kaum ein anderer Platz in Regensburg das Ringen um Glauben und freien Geist. Während in der Talmudschule die Diskussionskultur erblüht, suchen später viele nach Erlösung in der katholischen Wallfahrt, andere gelangen über die Reformation und den Humanismus zur Eigenverantwortung vor Gott, und das Zeitalter der Aufklärung versucht, Brücken zwischen Naturwissenschaft und Glaube zu schlagen.

Harald Berghoff

Belegungskalender Neupfarrkirche

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