Oswaldkirche

Adresse:

Keplerstraße 1
93047 Regensburg


Bitte beachten Sie:
Die Kirche wird im Moment umfassend saniert und ist deshalb leider nicht zugänglich.
Informationen und Bilder zum Baufortschritt finden Sie HIER.

Die Gesamtsanierung der Kirche für ca. 4,3 Millionen Euro läuft seit 2020. Im ersten Bauabschnitt wurde, der wegen der schweren Stuckdecke überlastete Dachstuhl von 1560 statisch erneuert. Die Fundamente im ungünstigen Donauschwemmland wurden durch Zementinjektionen gesichert. Der anstehende zweite Bauabschnitt wird sich der Sanierung der Raumschale im Innern widmen.

Geschichte und Innenraum

Die Kirche St. Oswald an der Donau liegt am nördwestlichen Eck der früheren Stadtmauer. Im späten 13. Jahrhundert gründeten die beiden Patrizier Friedrich Auer und Karl Prager das „Reiche Spital“ für 12 Pfründnerinnen, das dem angelsächsischen Heiligen Oswald geweiht war. Aus dieser Zeit stammen auch die ältesten Bauteile: der Chor und das östliche Langhaus. Nördlich des Chors lag auch der ursprüngliche Hauptzugang mit dem 1750 darüber gebauten Treppenturm.

Nach dem Aussterben der beiden Patrizierfamilien ging das Kirchenpatronat an die Stadt über, die 1552 die Kirche für den evangelischen Gottesdienst bestimmte. 1604 wurde die Kirche nach dem Abbruch des westlich der Kirche gelegenen Schlafsaals der Pfründnerinnen vergrößert und erhielt ihre heutigen Ausmaße. Ebenfalls aus dieser Zeit stammen das Gestühl und die Kanzel.

Die um 1750 entstandene Orgel ist das wichtigste und einzige erhaltene Werk des Regensburger Klavier- und Orgelbauers Franz Jakob Späth. Sie spielt für die Erforschung der süddeutschen Orgelbaukunst eine überragende Bedeutung.

Einzigartig ist auch der barocke Bilderzyklus mit zehn Decken- und 29 Emporenbildern. Die beiden Deckengemälde von Mose mit den Gesetzestafeln sowie Christus bei der Bergpredigt geben das Grundthema für den Gesamtzyklus vor: Immer wieder werden alttestamentliche Motive und Erzählungen in Bezug zum Neuen Testament und der Verkündigung Jesu gesetzt.


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