Der Buß- und Bettag lädt in diesem Jahr dazu ein, sich selbst zu fragen: Auf welchen Wegen bin ich gerade unterwegs, welche möchte ich weitergehen? Und wo wäre es vielleicht gut zu hören: Bitte wenden - damit etwas Neues beginnen kann?
Wir feiern diesen Abendgottesdienst gemeinsam mit unserer katholischen Nachbargemeinde Herz Jesu als ökumenischen Gottesdienst, zu dem Jugendliche und Erwachsene eingeladen sind.
„Bitte wenden”, das sagt das Navi, wenn ich mal wieder falsch abgebogen bin. Heute berechnet es die Route meistens einfach neu. Aber wäre Wenden nicht einfacher gewesen? Einfach neu anfangen, neu starten und dem Ganzen eine neue Chance geben? So ein Navi wünsche ich mir manchmal auch für mein Leben. Eines, das nicht einfach kommentarlos eine neue Route berechnet, sondern mir sagt: Bitte wenden.
Zum Beispiel dann, wenn ich merke: Hier, wo ich jetzt unterwegs bin, da habe ich mich verrannt. Das war keine gute Idee. Aber wie oft mache ich dann trotzdem einfach weiter und denke: Naja, wird schon irgendwie gehen, hoffentlich merkt es keiner. Denn Wenden kostet Mut. Aber im Wenden liegt auch eine große Chance: Ich kann neu anfangen. Ich kann eine andere Richtung einschlagen. Ich darf mir zutrauen: Mit mir kann etwas Neues beginnen. Gott traut mir dieses Wenden zu. Gott weiß, dass ich im Leben manchmal falsch abbiege, anders als geplant unterwegs bin. Aber Gott lässt mich dabei nicht allein. Bei Gott darf ich wenden. Ich darf neu anfangen. Ich darf Fragen meines Lebens noch einmal stellen und vielleicht neue Antworten darauf finden.